31ter März 2002

Sparkasse

Ei Ei


Heute ist Ostern.
Jeder sagt es, aber keiner will so recht an den Schein glauben.
Heilig sein ist funktionelle Hexerei.
Gäbe man den Maximen dieser Festivität recht, so bliebe einem Nichts, als stille Bewunderung für die Hexer.
Aber selbst die ist hier noch verdächtig.
So heilig sind Feste, wenn sie denn fallen.
(drei Eier hab ich schon)

Der Link von Michael kann von daher nur hilfreich sein.
Fern-Sehen ist, so gesehen, durchaus eine Krankheit, wobei der folgende Text von Jörg ES! einmal mehr benennt:



Sonett an den Berliner Osterhasen

Die Berliner Osterhasen wohnen in den U-Bahn-Schächten.
Die Eier sind metallic-blau bemalt,
Die Schokoladentierchen sind verstrahlt.
Schelme, wenn sie sich dabei etwas dächten.

Am Ostermontag zum Frühschoppen
Sucht jeder Hase seine Weddinger Stammkneipe auf,
Um mit Freunden eine Runde Skat zu kloppen.
Sie erzählen von ihrer Arbeit und schneiden mächtig auf.

Abends sind sie dann betrunken -
Laut gröhlend: »Es wird einmal ein Wunder geschehn« -
Wieder in ihrem Schacht versunken.

Einige Passanten bleiben kopfschüttelnd stehn,
Denen sie beim Abschied zugewunken,
Und glauben, sie hätten weiße Mäuse gesehn.


Danke!

(Ich nehme immer ziemlich viel vorweg.
Was Andere zu sagen haben, geht mich daher auch an.)

Freedom for Links!, sofern sie denn passen!


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