30ter APRIL 2002

Zwei Kellen von der Düsseldorferstrasse

Sparkasse


Wir sind die zwei Kellen von der Düsseldorferstrasse, Verheiratet, drei Kleinkellen, ein Weibchen, zwei Männchen.
Kennengelernt haben wir uns vor Zehn Jahren, bei Kalenborn. Das ist die grösste Grabsteinschmiede Süchtelns. Seit sechs Monaten nun, ackern wir für Solbach. Ich kann nur sagen, die Entscheidung, zu Wechseln, war richtig. Nie haben wir uns wohler gefühlt, wie hier auf dem Bau.
Die vielen freundlichen Zuschauer hinter dem Zaun, die netten Kollegen, das Wetter. Es stimmt einfach alles. Hier wollen wir bleiben bis ans Ende unserer Tage. Hier, wo sich selbst Katze und Maus noch gute Nacht wünschen, wollen wir einst begraben sein und einmal am Tage möge der Schatten der Kirche über die Gräber kriechen und zweimal am Tage möge ein Hund gelaufen kommen, das ewige Licht auspissen.
Heute tanzt man allerorts in den Mai, so auch in Süchteln. Wären die Verantwortlichen clever gewesen, dann hätten sie einen:
TANZ IN DEN MAI IM SÜCHTELNER LOCH
organisiert. Da wäre selbst ich noch hingegangen.
Je intensiver ich über die Problematik einer solchen Veranstaltung nachdenke, desto wahrscheinlicher greift der Denkansatz: Sie waren so clever, es nicht zu tun.
Man kann das sehen wie man will. Am Ende ist der Schlaue dumm.


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