26ter März 2002

Dienstag, nach der Arbeit

Ich war heute etwas später dran. War noch was los auf der Arbeit. Bin zuerst im PIANO gewesen, Kaffee schlürfen und durchs Fenster auf die Baustelle starren...
Bleiben Sie hinter der Absperrung und sehen sie bitte zu, dass ihre Kinder nicht immer in den Glascontainer springen!, schrie auf einmal ein Bauleiter, der zuvor stundenlang auf ein unbeschriebenes Blatt Papier geschaut haben mochte.
Das kann nämlich ins Auge gehen!, entgegnete eine engagierte Mutter, die, als Arzthelferin, schon viel Elend gesehen hatte.
Heute habe ich seltsamerweise weder Einstein, noch meinen Bruder auf der Platte gesehen. Wenn sie beide krank sind, dann hat der Eine den Anderen bestimmt angesteckt, aber Bakterien kann man ja leider schlecht nach ihrem Virus befragen.
Ich bin dreimal rum um das Relikt. Knallende Sonne und Gegenlicht hat meine Cam nicht so gerne. Wenns sehr hell ist, besonders bei Panorama-Aufnahmen, hakelts doch an Schärfe, hingegen sie im Nahbereich oft Verblüffendes hervorbringt.

Sparkasse
War ein langweiliger Tag heute. Mir fehlte ein bischen der absurde Impuls. Andererseits tut mir das Fehlen dieser Impulse manchmal ganz gut, weil ich in diesen sinnreichen Momenten, zwei und zwei zusammenzählen kann. Die Sparkasse gerät, rein optisch gesehen, im Moment ein bischen zur Tribüne. Findet ihr nicht auch?



Sparkasse
Sankt Clemens grell zum Himmel strebt
der Bohrer bohrt
die Erde bebt!




Sparkasse
Weisheit der Stunde:
Eine spontane Reaktion pro Woche, erhöht das Wohlbefinden um fünfzig Prozent, sofern sie denn als spontan empfunden wird.
Da kann selbst die kirchliche Beichte nicht mithalten.
Diesen Zahn versucht man mir seit jeher zu ziehen.
Ich weiß auch nicht, warum er immer nachwächst.
Beichten müssen, ist wie Bandwürmer im Stule des Beichtvaters zu fressen.
Am liebsten hättet ihr mich tot, als lebendig, scheu und gefügig wie die Mimose soll ich sein. Wer Gift säät, der erntet Gift!
Was für ein giftiger Tag heute!


Weiter
zurück zur Auswahl
Home