Geschichten einer Süchtelner Ratte
Toll-Lette 3

(11.09.04)


Ratte


Ein weiterer Leserbrief zu diesem Thema:

Voller Erwartung begab ich mich heute Abend, mit 30 Cent bewaffnet, zum ersten Süchtelner Hightech-Klo. Die Anzeige vermittelte mir das Gefühl ich sei Willkommen und einer ersten persönlichen Betrachtung des Inneren stünde nun, nachdem die Computerprobleme der 85.000,- Euro teuren Toilette angeblich behoben waren, nichts mehr im Wege. Weit gefehlt.
Zuerst ging zwar alles glatt. Das 20 Cent-Stück verschwand, mir nichts dir nichts, im Inneren der Maschine. „Ein guter Anfang“, dachte ich und warf das 10 Cent-Stück hinterher. Aber nichts passierte.

ratte Das Geldstück blieb aufgrund seines geringen Gewichtes in Ermangelung eines ausreichenden Gefälles im Einwurfschlitz liegen, nicht stecken, (sondern tatsächlich liegen!).
„Ok“, dachte ich und nachdem ich mir von einem in der Nähe stehenden Baum einen geeigneten Ast zurecht geschnitzt und in den Schacht eingeführt hatte, fiel die Münze mit einem leichten Schubs leise in die Tiefe der Geldsammelanlage. Schon wollte ich endlich eintreten und wähnte mich meinem Ziel greifbar nahe und ich wollte die Toilettentüre öffnen, doch bevor ich den Griff erreicht hatte, sprang die Leuchte auf „Besetzt“ und die interne Reinigung setzte sich (unter Verwendung von sehr viel Wasser, so wie es sich anhörte) geschlagene 5 Minuten lang in Betrieb. Anschließend sprang die Lampe wieder auf „Frei“. Aber da ich keine weitere 30 Cent bei mir hatte, konnte ich nicht ausprobieren, ob ich dann vielleicht reingekommen wäre. Schade. Aber ich hab’ für 30 Cent die rote Lampe gesehen und die Reinigung gehört (oder zumindest das, was fünf Minuten lang über Lautsprecher an Reinigungsgeräuschen eingespielt wurde). Als ich nach Hause ging, drehte ich mich noch mal um und da sah ich, warum es gar nicht klappen konnte: „Tolette“
;-) ?!


(vielen Dank an den Ghost-Writer!)

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