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Ich war soeben mit dem Hund raus. Die Sonne schien zum ersten mal in diesem Sommer länger als zwei Stunden am Stück. Ich war unten am Fluss. Der Hund geht dort gerne spazieren. Hier kann er nach Herzenslust scheissen, Gras fressen oder ganz ohne Badehaube schwimmen gehen. Die Viersener Sherrifs habe ich hier noch nie gesehen. Das wissen viele und darum werden die Hunde sobald man mit dem Wagen vor der Kleingartenanlage rechts in den Feldweg einbiegt geradezu rattig. Der Weg am Ufer der Niers ist sozusagen noch Rechts-Freie-Zone. Die Leinen los und ab geht der Köter und ab laufen die Jogger und Hüh schreien die unzähligen Reiter auf ihren geölten Gäulen, die kaum ein Durchkommen zwischen den vielen erholungssuchenden Fahradfahrern finden. Hinzu gesellen sich, geschweige denn zu den vielen privaten Schlauchbootaktivisten oft auch noch Kanu-Verleiher, welche günstige Bootsfahrten von Süchteln nach Weeze und zurück anbieten. Treten, paddeln, reiten, laufen und der unmögliche Versuch, sich dabei nicht in die Quere zu kommen. Das ist Anarchie pur! Hier sucht, besonders an Wochenenden niemand das schnelle Geld, sondern allenthalben lediglich die schnelle Erholung. Zwei Stunden an der Niers und das Leben ist wieder in Ordnung... Ein Kleingärtner sagte mir, er wünsche sich bald wieder Gewitter mit Regen. Ich kann das irgendwie nachvollziehen, und auch wieder nicht, weil doch der Kleingärtner auch lieber Sonne hätte. Weiter zurück zur Auswahl zur Startseite Home |