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Denken ist wie auf Schienen fahren, allen voran, als schnaufende Dampflok, der Vordenker, gefolgt von erster Klasse-Denkern, gefolgt, vom Bistro, gefolgt von zweiter Klasse-Denkern, gefolgt vom Schlußlicht des Denkens, dem Gepäckwagen, der es am schwersten hat, noch festzustellen, was die Dampflok ganz vorne gerade gedacht hat. Ihr maßgebliches Denken eilt zwar wie ein Lauffeuer durch den Zug, doch erfährt es auf seinem langen Weg zum Ende der Welt oft Etwas, das man ohne Zweifel als Sinnverdrehung bezeichnen könnte. Manchmal kommen auch Ortsverschiebungen in Nord-Süd, oder Ost-West-Richtung vor. Denkt die maßgeblich denkende Dampflok beispielsweise Hamburg, dann kann es sein, das hinten im Gepäckwagen letztendlich München ankommt, nachdems in der ersten Klasse Köln war und daraus in der zweiten schon Frankfurt geworden ist. Das gibt natürlich Anlass zur vielschichtigen Spekulation bei einem fast unbezahlbaren Bier im Bistro: Warum die Dampflok nur denkt und nichts sagt warum ihr Blick nach Hinten nur sticht warum sie vielleicht doch etwas gesagt hat, vielleicht nur nicht deutlich genug warum man nicht nachgefragt hat, obwohl der liebe Gott die Münder einst wohlweißlich nicht nur zum Kauen erfunden hat warum es denn aber Kau-derwelsch heißt, wenn Menschen Scheiße reden, nur weil auch sie maßgeblich dampfen wollen. warum man in diesem Nebel nichts sehen kann außer seine eigene projezierte Schwäche warum es keinen Sinn und doch wieder Sinn macht, sich so zu verhalten warum dieser Sinn im Grunde Zwang ist warum Tötungsabsicht nur Tötungsabsicht erzeugt was das mit Pädagogik und Politik zu tun hat, und so fort und so fort...
Und, wenn der Zug womöglich so lang ist wie von Hamburg nach München, ja was wäre dann?
Am Ende des Denkens steht ein von Efeu umzwirnter Prellbock.
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