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Die Flucht in den Westen



Der Ortsgruppenleiter fuhr mit dem Auto durch die Straßen und gab durch einen Lautsprecher bekannt, dass alle Bewohner bis um 10.oo Uhr  die Wohnungen zu verlassen hätten. Treffpunkt .... Alter Markt.

Von allen Straßenseiten kamen die Menschen herbeigeeilt. Angst und Panik brach aus. Kinder weinten.
Erwachsene tobten und stellten Fragen über Fragen.

Was soll das bedeuten, wo sollen wir denn hin ?
"Die Russen kommen, die Russen kommen !" gab er zur Antwort.

Wenn der Russe zurückgedrängt ist, können wir alle wieder zurück in unsere Wohnungen.

Zuerst müssen wir nach Guben laufen
Die Pferdewagen fuhren vor und die Menschen wurden auf diese Wagen regelrecht verladen. Wer laufen konnte, lief hinter den Wagen her.

Es folgte eine fürchterliche Zeit. Immer noch glaubten wir alle daran, was der Ortsgruppenleiter gesagt hatte.  Es klingt heute noch in meinen Ohren.

Wenn der Russe zurückgedrängt ist.................................

Als wir auf die Landstraßen kamen, sahen wir, dass von allen Seiten kilometerlange 
Trecks in bitterer Kälte hintereinander her fuhren. Unser Planwagen hatte vorne  so eine braune Kabine. In dieser saß der Kutscher, ein Pole, der die Pferde kannte
So sah der Treck aus.

Nach der ersten Nacht war unser Kutscher verschwunden. Wahrscheinlich war er zurück zu seiner Familie geflohen. Eingenlich vertändlich, aber nun ging das Dilemma los! Zum Glück hatten wir einen Bauer unter uns, der den Zug übernahm.

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Foto: aus dem Buch
 "Damals in Ostpreußen"